Binko & Hofmann Immobilien - aktuelle Zinsentwicklung

Auswirkungen von Zinsentwicklung und Zinsveränderungen auf dem Immobilienmarkt

Durch das Anheben des Leitzinses vollzog die Europäische Zentralbank (EZB) erste Schritte, um gegen die Inflation anzugehen. Doch dies hat auch massive Auswirkungen auf den Zinssatz bei der Kreditvergabe für Immobilienkäufe.

Wir informieren Sie hier über die Auswirkungen von Zinsveränderungen auf den Kauf und Verkauf von Immobilien und welche Herausforderungen die Zinsentwicklung für Verkäufer, Käufer, aber auch Vermieter mit sich bringt.

Was bedeutet die aktuelle Zinsentwicklung für Kaufinteressenten?

Wer eine Immobilie erwerben möchte, ist in der Regel auf einen Kredit einer Bank angewiesen. Vor der Erhöhung des Leitzinses war die Kreditaufnahme für eine Vielzahl der Kaufinteressenten eine gangbare Angelegenheit, waren viele Banken waren bei der Bonitätsprüfung doch weitaus entspannter. Doch nach aktuellem Stand ist ein Rückgang der Finanzierungssummen bemerkbar. Immer weniger Kunden können sich die hohen Zinssätze leisten und die Aufnahme hoher Kreditsummen kommt somit nicht mehr in Frage.

Kreditvergabe durch die Bank

Die Bewertung der Bonität – also der Liquidität und Zahlungsfähigkeit – spielt bei der Vergabe eines Immobilienkredits eine wichtige Rolle.
Äußere Faktoren, etwa Inflation und steigende Energiepreise heben bei einer Bonitätsprüfung die Pauschalen für Lebenshaltung, Mobilität und Bewirtschaftung der Immobilie an. Die Kosten, welche Kreditnehmer stemmen müssen, werden pauschal höher angesetzt.
Auch gesonderte Lebensumstände, etwa Elternzeit und befristete Arbeitsverträge werden bei einer Bonitätsprüfung gewichtet. All das hat Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit von Kaufinteressenten.

Das können Kaufinteressenten beachten!

  • Die richtige Vorbereitung

    Das Bereitstellen von ca. 15% Eigenkapital ist essentiell wichtig für die Vergabe eines Kredites. Mit einem Bausparvertrag und anderen Anlagemöglichkeiten können Sie schon früh für das entsprechende Startkapital sorgen!

  • Nur Bares ist Wahres

    Mit dem entsprechenden Eigenkapital können Sie auch die erhöhten Zinsen bei der Immobilienfinanzierung stemmen. Ein größeres Risiko birgt die Inflation; nicht angelegtes oder investiertes Kapital bringt Ihnen auf lange Sicht keinen Mehrwert, sondern reduziert sich angesichts der steigenden Kosten!

  • Behalten Sie die Zinsentwicklung im Blick

    So verpassen Sie keine Gelegenheit auf möglichst günstige Bauzinsen!

  • Ihr Budget ist das A und O

    Das Interesse an einer budgetgerechten Immobilie wird in der Regel mit einem besseren Zinssatz von den Banken belohnt!

  • Bleiben Sie flexibel

    Nutzen Sie die Option zur kostenfreien Sondertilgung, sofern diese gegeben ist. So können Sie auch außerplanmäßig Rückzahlungen vornehmen.

  • Was am Ende übrig bleibt

    Nach Ablauf der Sollzinsbindung bleibt für viele Kreditnehmer noch eine Restschuld. Ist diese nicht durch Ersparnisse auf einem Schlag zu begleichen, kann mittels einer Anschlussfinanzierung die Restschuld getilgt werden.

Informieren Sie sich hier über unser umfangreiches Leistungsangebot!

Was bedeuten Zinsveränderungen für Immobilieneigentümer?

Auch Immobilieneigentümer haben bei Zinsveränderungen einiges zu beachten – unabhängig davon, ob Sie die Immobilie verkaufen, selbst bewohnen oder als vermietete Kapitalanlage nutzen wollen.

Die Immobilie verkaufen

Die letzten Jahre waren für verkaufsbereite Immobilieneigentümer interessant – die Zinsen für Immobilienkredite waren gering, die Nachfrage hoch und die Immobilienpreise kletterten in die Höhe. Viele Eigentümer konnten sich die Situation zunutze machen und Kapital durch den Verkauf der Immobilie erzeugen.

Durch den steigenden Zinssatz in der Immobilienfinanzierung, können sich viele Kaufinteressenten die benötigten Kredite nicht mehr leisten. Dies hat Einfluss auf verschiedene Faktoren des Immobilienverkaufs:

  • Sinkende Immobilienpreise

    Vor allem in stark nachgefragten Regionen kaum merkbar, doch die Immobilienpreise werden sich voraussichtlich den steigenden Zinsen anpassen müssen.

  • Längere Vermarktungszeit

    Die Zahl der potentiellen und bonitätsgeprüften Kaufinteressenten geht zurück. Somit kann es länger dauern, die Immobilie zu verkaufen. Planen Sie die Vermarktungszeit unbedingt in Ihr Budget ein!

  • Finanzierbarkeit potentieller Kaufinteressenten

    Wir verfügen über eine breit aufgestellte Datenbank mit einer Vielzahl an vorgeprüften, zahlungsfähigen Interessenten. Das erleichtert den schnellen und lukrativen Immobilienverkauf enorm. Beim Privatverkauf ist es sehr schwierig im Vorfeld zu erkennen wer über die entsprechende Bonität verfügt. In der aktuellen Marktlage ist es nicht selten, dass die Käufer zwar kaufwillig sind, aber die Finanzierung nicht genehmigt wird.

  • Energieeffizienzklassen

    Auch die Energieeffizienz hat beim Verkauf deutlich an Relevanz gewonnen. Muss ein Käufer eine teure Sanierung in den Kauf und somit in die Finanzierung einkalkulieren, wird sich eine Immobilie mit schlechter Energieeffizienz, bei der aktuellen Zinshöhe, wohl deutlich schwerer vermarkten lassen bzw. Käufer werden die höhere Summe in der Finanzierung nicht stemmen können.

  • Steigende Bewirtschaftungskosten

    Auch die laufenden Kosten für die Immobilie steigen, so etwa die Heizkosten. Behalten Sie diese gut im Blick, damit es während der Vermarktungszeit zu keinen bösen Überraschungen kommt.

Die eigene Immobilie als Mietobjekt

Eine kleine Wohnung in der Stadt oder ein geerbtes Haus auf dem Land – für viele Eigentümer stellt die Immobilie eine Kapitalanlage dar, welche sich über die Mieteinnahmen finanziert. Doch auch Vermieter müssen die steigenden Lebenshaltungs- und Bewirtschaftungskosten im Blick behalten!

Die rasant steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten können für Mieter einer Immobilie eine unvorhergesehene finanzielle Belastung darstellen. Sie als Vermieter müssen mit den Nebenkostenerhöhungen ein Jahr lang in Vorleistung gehen. Und wussten Sie, dass Ihr Mieter die Erhöhung der Nebenkosten nicht akzeptieren muss? Es kann bis zu 1,5 Jahren dauern, bis Sie als Mieter die höheren Kosten einfordern können. Und wenn Ihr Mieter nicht zahlen kann, greifen Sonderregelungen beim Kündigungsschutz. Ergo: bis Sie Ihr Geld bekommen, vergeht eine Menge Zeit. Kommunizieren Sie mit Ihren Mietern vorab über mögliche Mietanpassungen oder Tarifumstellungen, um negative Überraschungen für Ihre Mieter bei der Nebenkostenabrechnung zu vermeiden – und somit auch Mietausfälle für Sie!

Es ist daher ratsam, eine realistische Kalkulation der aktuellen Kosten und Einnahmen vorzunehmen. Wir beraten Sie gern über Ihre Möglichkeiten bei der Vermietung und auch im Falle eines Verkaufswunsches.

Die Immobilie in Eigennutzung

Ob Eigentumswohnung, gekaufte Bestandsimmobilie oder selbstgebautes Traumhaus – die Kosten zum Erhalt der Immobilie begleiten Eigentümer konstant – und können je nach Marktlage enorm steigen. Energie- und Lebenshaltungskosten sowie die Kosten zur Bewirtschaftung der Immobilie, werden stark durch Faktoren wie Inflation, Krieg und Umwelteinflüsse beeinflusst – in der Regel steigen die laufenden Kosten.

Sollten Sie noch eine laufende Baufinanzierung tilgen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich nach der Dauer der Sollzinsbindung und der voraussichtlichen Restschuld zu erkunden. Denn: sollte die Restschuld nach Ablauf der Sollzinsbindung nicht in einer finalen Zahlung getilgt werden können, steht eine neue Finanzierung an. Je nach Zinslage kann das zu unerwartet hohen Kosten für Eigentümer führen. Informieren Sie sich direkt bei Ihrer Bank nach einer Anschlussfinanzierung oder nach Alternativen zur Umschuldung!

Hinweis:
Wir sind bemüht, alle Informationen auf Richtigkeit und Aktualität zu überprüfen. Die Informationen dieser Internetseiten wurden sorgfältig recherchiert. Trotzdem kann keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der gemachten Angaben übernommen werden. Die Texte können keinerlei Ersatz für eine fachkundige Einzelfallberatung sein. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

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